Wagnerdach

Zu der wohl ungewöhnlichsten Namensgebung für ein ebenso ungewöhnliches Dämmsystem gibt es eine besondere „Bauphysik-Geschichte“ zu berichten: Schon in den 80er Jahre publizierte Dr. Helmut Wagner aus verschiedenen Labor- und Freilanduntersuchungen gewonnene, neue Erkenntnisse zum Feuchtehaushalt von Steildächern [Wagner 1984 und 1989].

 

Deren Quintessenz:

 

 • Die Bedeutung der Unterlüftung von Dacheindeckungen wird gemein hin überschätzt. Die Expansion von Dämmstoffen in den Belüftungsraum erzeugt keine besonderen Feuchteprobleme.



 • Tauwasserrisiken entstehen im Dach vornehmlich nicht durch Diffusion sondern Dampfkonvektion.

 

Diese für die damalige Zeit geradezu revolutionären Erkenntnisse wurden später in den Untersuchungen

des Fraunhofer Instituts bestätigt, vgl. [Künzel/Großkinsky 1989] . Mittlerweile gehört zumindest die zweite Erkenntnis zum bauphysikalischen Allgemeinwissen.

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Frank Düchting

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